Abfahrt zum Fähranleger

Der Fährbetrieb am Rhein wurde schon um 1900 in Niehl von der Familie Bilstein mit einem Nachen betrieben. Der Fährmann hatte schon zu dieser Zeit den Beinamen »Utz«. Wollten Leute vom rechtsrheinischen Flittard über den Rhein nach Niehl, riefen sie vom anderen Ufer her dem Utze Fritz »Hol über« oder »Uuuutz« zu, was auf der Niehler Seite besser zu hören war.

Da in den folgenden Jahren die Personenbeförderung stark zunahm, kaufte der Fährmann Bilstein etwa 1910 das motorgetriebene Fährschiff »Henny«.

Einige Jahre war ein Modell des Bootes „Henny“ im Schaufenster der ehemaligen Geschäftsstelle des Niehler Bürgervereins zu sehen. Das Modell war von Gottfried Marx, einem Neffen des Utze Fritz, gebaut und dem Verein zeitweise als Leihgabe zur Verfügung gestellt.

„Mit dem neuen Boot wurden Liniendienste nach Leverkusen, Merkenich, Hitdorf, Flittard und Stammheim eingeführt. … Mangels Nachfrage wurde etwa 1967 der Fährbetrieb eingestellt.“ (Zitat aus Christ/Dollhoff, S. 71)

Von der alten Rheinfähre gegenüber dem Haus Niehler Damm 211 ist heute nur noch die gepflasterte Rampe und das Schild „Fähre“ an der Wand im „Gaffel im Linkewitz“ übrig. Weitere Information zum Fährbetrieb findet man einer Schrift von Hans Metzmacher – Rheinfähre zwischen Niehl und Stammheim/Flittard.