Zum Tod von Engelbert Weber

© Steffi Machnik
© Steffi Machnik

Am 12. März verstarb im Alter von 90 Jahren unser Ehrenmitglied Engelbert Weber.
Von 1971 bis 2009 war er Vorsitzender des „Niehler Bürger- und Heimatvereins“. In dieser Zeit baute er nicht nur ein unglaublich umfangreiches Archiv zur Ortsgeschichte von Niehl auf, sondern kümmerte sich um sein Veedel. Er war ein unnachgiebiger Kritiker der Rennbahnbebauung, sorgte bei Autoherstellern dafür, dass Lkw nicht mehr durch den Ortskern von Niehl geleitet wurden und hatte die Wasserqualität des Rheins im Blick, als die GEW ihr Heizkraftwerk baute. Engelbert Weber war ein unbequemer Gesprächspartner, durchsetzungsstark, manchmal verbissen, der sich unermüdlich für Niehl eingesetzt und damit auch dem Niehler Bürgerverein einen großen Dienst erwiesen hat. Im Laufe von Jahrzehnten hat er ein riesengroßes Archiv mit Fotos und Dokumenten aus der Geschichte von Niehl aufgebaut, angefangen von Schüleraufsätzen aus der Volksschule Halfengasse über Presseartikel bis zu seinem Projekt, sämtliche Straßen seines Stadtteils zu dokumentieren. Hier wurde er am 16. September 1929 geboren. Engelbert Weber war ein Vereinsmensch durch und durch und engagierte sich auch bei den Schützen. 69 Jahre war er Mitglied der St. Sebastianus-Schützenbruderschaft und über Jahrzehnte auch im „Rheinischen Schützenbund“ aktiv. Dort organisierte er die Schützentage und erhielt dafür 1993 das Bundesverdienstkreuz. Wir, der Niehler Bürgerverein, bedanken uns bei Engelbert Weber für seine Lebensleistung und werden das Andenken an unser Ehrenmitglied bewahren und ihn in guter Erinnerung behalten.